Rezension Wissensbilanz - review knowledge management

Rezension

Handbuch Wissensbilanz

DGFP Magazin: Personalführung

Chancen und Grenzen von Wissensbilanz - Rezension von Ursula Hesselmann

Der Begriff „Wissensbilanz“ wird in der Praxis häufig kontrovers diskutiert und mit unterschiedlichen Erwartungshaltungen belegt. Während sich die klassische Bilanz auf monetäre Werte des Unternehmens bezieht, zielt die Wissensbilanz auf das schwer zu erfassende intellektuelle Kapital, das heißt auf die Mitarbeiter, Strukturen und Beziehungen, ab. Wie eine Wissensbilanz funktioniert und welche Gestaltungsmöglichkeiten es für die Mitarbeiter in den Unternehmen gibt, zeigen Manfred Bornemann und Rüdiger Reinhardt im „Handbuch Wissensbilanz – Umsetzung und Fallstudien“ auf. Ursula Hesselmann hat das Buch gelesen.

In insgesamt elf Kapiteln skizzieren Dr. Manfred Bornemann (Geschäftsführer der Intangible Assets Consulting GmbH und Mitglied des Arbeitskreises „Wissensbilanz“) und Dr. Rüdiger Reinhardt (Professor für BWL und Human Resources Management und Leiter des Studiengangs Wirtschaftspsychologie an der Fern-Hochschule Riedlingen), wie das Wissen in Organisationen gezielt erfasst, bewertet und gesteuert werden kann. Dazu werden die Grundlagen und die Methodik der Wissensbilanz in der Praxis vorgestellt, die Bedeutung des intellektuellen Kapitals erörtert und Schnittstellen zu weiteren Managementinstrumenten aufgezeigt. Zudem werden die einzelnen Schritte zur Erstellung einer Wissensbilanz detailliert erläutert und mit Fallstudien von Anwendern veranschaulicht. Nach Bornemann und Reinhardt trägt die Wissensbilanz zu einer höheren Wettbewerbsfähigkeit, einer besseren Nutzung der immateriellen Vermögenswerte sowie einer klaren strategischen Ausrichtung von Organisationen bei. Die Wissensbilanz benennt als internes Steuerungsinstrument die Stellschrauben, die einen Effekt auf die unterschiedlichen Prozesse und Strategien haben. Damit eignet sich das Instrument als strategisches Frühwarnsystem zur ganzheitlichen Unternehmenssteuerung.

Idealtypische Vorgehensweise

Der Ablauf zur Erstellung einer Wissensbilanzierung wird im Buch wie folgt dargestellt: Einführend sollte im Unternehmen ein Geschäftsmodell mithilfe einer SWOT-Analyse erarbeitet werden, in das vorhandene Unterlagen wie Vision, Strategie und Geschäftsprozesse einfließen. Im Vordergrund stehen immaterielle …

Ambivalente Botschaften

Insgesamt haben Manfred Bornemann und Rüdiger Reinhardt mit ihrem Handbuch einen tiefen und breiten Einblick in die Definition und Umsetzung einer Wissensbilanz erarbeitet. Die Methode und die einzelnen Schritte zur Erstellung einer solchen Bilanz sind anschaulich und nachvollziehbar beschrieben. Allerdings wird der Leser mehrfach mit …

Unklare Strukturierung

Unerfreulich sind Hinweise auf nicht auffindbare Webseiten, eine teilweise inkonsistente Zusammenfassung von Tipps und häufige Wiederholungen. Die Auflistung im Inhaltsverzeichnis (ab Seite XI) erschlägt den Leser eher, als dass sie Orientierung bietet. Ungenaue Begriffsbestimmungen zu …

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