Misserfolg

… und echtes Selbstbewusstsein sind nicht erwünscht!

Viele fordern eine bessere Fehlerkultur, doch Achtung, ist das dasselbe, wie der Umgang mit dem Misserfolg?

Bei der Fehlerkultur wird geschimpft, bestraft und die meisten schämen sich für einen Fehler. Doch dabei geht es eher um den Menschen, der den Fehler verursacht hat, statt um eine respektvolle Fehlschlagkultur!

Misserfolg will keiner zugeben-nobody wants to admit failurefailure

Ist ein Misserfolg ein Fehler oder ein Fehlschlag?

Heute reden wir von Fehlschlag und es bedeutet, dass ich scheitern darf.

So darf das eine oder andere misslingen, um nach neuen Möglichkeiten und Chancen suchen zu dürfen. Wirklich?

Das findet nicht nur bei agilen Organisationen statt, sondern bei allen Unternehmen, die daran interessiert sind, sich kontinuierlich zu verbessern. Dabei ist es wichtig nicht nach einem Schuldigen zu suchen, sondern Möglichkeiten zu schaffen, das Misslingen in einen positiven Dreh zu bringen.

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Aus Misserfolg - Erfolg machen!

Es ist also wichtig, dass wir Fehler machen! Denn aus Fehlschlägen entstehen Chancen für neue Wege.

Vielen Dank Will Smith für dieses vortreffliche Gedankenspiel zu Misserfolg, Erfolg, Fehlschlag und wieder aufstehen!

„… extract the lessons from the failure and … use the energy and the wisdom to come around to next phase of success!“ Will Smith

Misserfolg und Selbstbewusstsein hängen zusammen!

Schaffe ich es nicht die Rahmenbedingungen für eine wertfreie Diskussion zu schaffen, schaffe ich es auch nicht die Menschen zu ermutigen.

Nein lieber halte ich die Menschen klein, denn Selbstbewusstsein könnte ja eine Bedrohung sein. Ich brauche mich dann aber auch nicht zu wundern, wenn die Menschen nicht bereit dazu sind, einen Fehlschlag oder ein Misslingen zuzugeben. Da hören wir dann oft den Satz: „Ich war es nicht!“
So kann ich den Misserfolg des anderen für mich nutzen und mich selbst im besseren Licht darstellen. Schade aber auch, denn das geht auf Kosten des anderen. Kein besonders respektvolles und wertschätzendes, geschweige denn, professionelles Verhalten vor allem zu sehen bei Führungskräften 🙁

Leider startet es meist von oben!

Das gilt übrigens meist für die Führungsspitzen in den Unternehmen. Solange sie nicht ausreichend Selbstbewusstsein haben, werden sie immer anderen die Schuld für einen Misserfolg in die Schuhe schieben. Die direkte und offene Kommunikation dabei, ist nicht erwünscht. Nein wir kehren die Dinge unter den Tisch, führen verdeckte Angriffe und gehen in den Widerstand.

Solange die Chefs also auch nicht bereit sind Fehler, falsche Entscheidungen oder eigene Mängel zuzugeben bzw. darüber zu reden, wird sich im Unternehmen nichts bewegen und Konflikte und Demotivation bleiben an der Tagesordnung.

Dabei hilft es auch nicht, wenn der Chef sagt: „Sie können mir alles sagen, ich bin kritikfähig“. Leider nehmen sie Kritik nicht an, denn sie machen ihre Arbeit/Aufgabe schon seit Jahren so, also was soll da dran falsch sein?

Liebe Chefs – werden Sie Vorbild, Berater, Unterstützer, Inspirator und befürworten Sie Veränderung und Misserfolge.

Fangen Sie von oben an zu kehren und räumen Sie auf, auch bei sich selbst!

Verantwortung für das eigenen Handeln übernehmen

Wenn jeder Verantwortung für sein Handeln oder auch für sein Nichthandeln übernimmt, dann wäre bspw. Veränderung eine Leichtigkeit und neue Ideen könnten sprudeln! Wenn jeder bereit ist zu sagen: „OK, ich habe einen Fehler gemacht!“ und dann verantwortungsvoll und aufmerksam in die Lösung geht, dann klappt es auch mit der Zusammenarbeit.

Und ja, es fällt nicht immer leicht. Jede Situation, jede Stimmung, das Umfeld, die Beteiligten, stets ist es anders. Aber gerade das sollte uns alle dazu bringen, offener, vertrauensvoller und selbstbewusster neue Wege für eine bessere Zusammenarbeit zu gehen.

So werden wir glaubwürdiger, zuverlässiger, können direkt auf den Punkt kommen und unsere Talente richtig einsetzen. Dann fühlen wir uns auch besser, sind gesünder und wesentlich mehr motiviert 🙂

Wenn wir es schaffen, Misserfolg und Selbstbewusstsein als aktive und notwendige Sparringspartner zu sehen, dann werden wir erfolgreich und unseres Selbst bewusst!